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Tägliche Andacht - Offenbarung 6:1-17 & Offenbarung 7:1-17

12. Juni 2026

Andacht von Reverend Joseph Antwi

Thema: Leben in Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi, unseres Messias


Das Gericht des Lammes und Gottes Schutz


Schriftlesung:


  • Offenbarung 6,1–17

  • Offenbarung 7,1–17



Liebe Gemeinde,


bevor wir heute mit der Andacht beginnen, möchte ich euch ermutigen, die Kapitel 6 und 7 der Offenbarung sorgfältig zu lesen.


Viele von euch haben diese Kapitel bereits gestern gelesen. Heute möchte ich etwas Hintergrund und Kontext zu dem geben, was ihr gelesen habt. Mein Ziel ist nicht, das zu ersetzen, was der Heilige Geist euch gezeigt hat, sondern Einsicht zu vermitteln und uns dabei zu helfen, unsere Herzen mit Gottes Wort in Einklang zu bringen.


Prüft wie immer alles anhand der Schrift. Lest betend, beobachtet aufmerksam, stellt Fragen und lasst den Heiligen Geist euer Lehrer sein.


Eine Andacht kann euch ermutigen, aber das Wort Gottes verändert euch.


Lasst uns beginnen.



Hallo Gemeinde!


Willkommen zurück zu unserer Reise durch das Buch der Offenbarung.


In Offenbarung 5 haben wir das Lamm gesehen, das allein würdig war, die Schriftrolle aus Gottes Hand zu nehmen. Der Himmel brach in Anbetung aus, weil Jesus allein die Autorität besitzt, die Siegel zu öffnen und Gottes Erlösungsplan zu entfalten.


In Offenbarung 6 beginnt das Lamm, die Siegel zu öffnen. Mit jedem geöffneten Siegel werden wir daran erinnert, dass Jesus weiterhin die Kontrolle hat. Nichts geschieht außerhalb seiner Autorität, und jedes Ereignis entfaltet sich nach Gottes vollkommenem Plan.


Jedes Siegel offenbart Ereignisse, die mit Gottes fortschreitendem Gericht und der Erfüllung seiner prophetischen Absichten in der Geschichte verbunden sind.


Das Kapitel endet mit einer ernsten Frage:


„Denn nun ist der große Tag gekommen, an dem sie ihren Zorn ausüben werden. Wer kann da bestehen?“

– Offenbarung 6,17 (HFA)


Offenbarung 7 beantwortet diese Frage:


Diejenigen, die von Gott versiegelt sind.


Diejenigen, die Christus gehören.


Diejenigen, die im Blut des Lammes gewaschen wurden.


Bevor weitere Gerichte kommen, erinnert Gott uns daran, dass er genau weiß, wer zu ihm gehört.



1. Das erste Siegel – Das weiße Pferd


Offenbarung 6,1–2


„Dann sah ich ein weißes Pferd. Sein Reiter trug einen Bogen, und es wurde ihm eine Krone gegeben. Als Sieger zog er aus, um weitere Siege zu erringen.“


Der Reiter trägt einen Bogen und erhält eine Krone – ein Hinweis auf verliehene Autorität.


Seit Langem diskutieren Ausleger über seine Identität.


Einige sehen in ihm Christus, weil Christus später in Offenbarung 19 auf einem weißen Pferd erscheint.


Andere verstehen ihn als Symbol für Eroberung, Täuschung, falsche Religion, Aktivitäten des Antichristen oder weltliche Mächte, die nach Herrschaft streben.


Da die Schrift den Reiter nicht ausdrücklich identifiziert, sollten wir unsere Schlussfolgerungen demütig halten und unnötigen Dogmatismus vermeiden.


Querverweise wie Sacharja 1,8; Sacharja 6,1–8; Psalm 45,4; Matthäus 24,5 und Offenbarung 3,21 geben hilfreiche Einblicke in die Themen Sieg, Autorität und geistlicher Kampf.


Eine Wahrheit bleibt klar:


Nichts geschieht, es sei denn, Autorität wird gegeben.


Selbst irdische Mächte handeln innerhalb der Grenzen, die Gott festgelegt hat.


Gemeinde, die Geschichte ist nicht außer Kontrolle geraten. Das Lamm bleibt souverän.


Frage zur Reflexion: Vertraue ich auf die Herrschaft Christi, wenn Weltereignisse unsicher oder beängstigend erscheinen?


Anwendung: Entscheide dich bewusst für Vertrauen auf das Lamm, das sowohl über die Geschichte als auch über deine persönlichen Umstände herrscht.



2. Das zweite Siegel – Das rote Pferd


Offenbarung 6,3–4


„Ein anderes Pferd erschien, es war feuerrot. Dem Reiter wurde die Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen.“


Beachte den Ausdruck:


„Es wurde ihm gegeben.“


Autorität wurde verliehen.


Der Reiter handelt nur mit Erlaubnis.


Dieser Reiter steht für Konflikt, Gewalt, Blutvergießen und Krieg.


Warum erheben sich Nationen gegeneinander? Warum wächst Hass oft so stark?


Die Schrift erinnert uns daran, dass hinter irdischen Ereignissen häufig geistliche Realitäten stehen.


Jesus warnte in Matthäus 24,6–7, dass Kriege und Kriegsgerüchte diese Zeit prägen würden.


Das entschuldigt menschliche Sünde nicht und nimmt dem Menschen nicht die Verantwortung, erinnert uns aber daran, dass ein geistlicher Kampf stattfindet.


Christus offenbarte diese Dinge im Voraus, damit unser Glaube stark bleibt.


Frage zur Reflexion: Trage ich in meinen Beziehungen zum Frieden bei oder lasse ich Ärger, Spaltung und Unversöhnlichkeit wachsen?


Anwendung: Bete für Frieden in deinem Zuhause, deiner Gemeinde und deinem Umfeld und bitte den Heiligen Geist, dich zu einem Friedensstifter zu machen.



3. Das dritte Siegel – Das schwarze Pferd


Offenbarung 6,5–6


Das dritte Pferd ist schwarz.


Sein Reiter trägt eine Waage, die gewöhnlich als Symbol für wirtschaftliche Not, Knappheit und Hungersnot verstanden wird.


Im Laufe der Geschichte haben ganze Regionen Hunger und wirtschaftlichen Zusammenbruch erlebt – und viele erleben dies bis heute.


Doch eine interessante Aussage erscheint:


„Dem Öl und dem Wein darfst du keinen Schaden zufügen!“


Einige Ausleger verbinden diese Stelle mit Offenbarung 7,3 und Offenbarung 9,4, wo bestimmte Menschen oder Dinge vor Gericht bewahrt werden.


Auch wenn die genaue Bedeutung umstritten ist, zeigt der Text deutlich, dass Gottes Gerichte weder zufällig noch unkontrolliert sind.


Gott bleibt souverän.


Selbst in Zeiten der Knappheit kann er bewahren und versorgen, entsprechend seinen Absichten.


Frage zur Reflexion: Setze ich meine Sicherheit auf irdische Ressourcen oder auf Gottes Versorgung?


Anwendung: Danke Gott für seine Versorgung und halte Ausschau nach Möglichkeiten, Menschen in finanzieller oder materieller Not zu helfen.



4. Das vierte Siegel – Das fahle Pferd


Offenbarung 6,7–8


Das vierte Pferd ist fahl.


Sein Reiter heißt Tod, und das Totenreich folgt ihm.


Viele Menschen verwenden die Begriffe „Hades“ und „Hölle“ gleichbedeutend, doch die Schrift unterscheidet häufig zwischen ihnen.


Im Neuen Testament bezeichnet Hades gewöhnlich den Bereich oder Zustand der Toten. In der Offenbarung wird er als eine vorübergehende Realität dargestellt, die die Toten schließlich vor dem Endgericht freigeben muss. Der Feuersee hingegen wird als endgültiger und ewiger Ort des Gerichts beschrieben.


Besonders deutlich wird dies in Offenbarung 20,13–14, wo Tod und Totenreich in den Feuersee geworfen werden.


Dem Reiter wird Macht über den vierten Teil der Erde gegeben – durch Schwert, Hunger, Seuchen und die wilden Tiere der Erde.


Der Ausdruck „Tiere der Erde“ kann sich auf tatsächliche wilde Tiere beziehen, manche Ausleger sehen darin jedoch auch ein Bild zerstörerischer Kräfte, die zum massenhaften Tod beitragen.


Die Botschaft ist klar:


Der Tod wirkt weiterhin, aber nur innerhalb der Grenzen, die Gott gesetzt hat.


Frage zur Reflexion: Wenn Christus heute wiederkäme, würde ich mit der Gewissheit leben, dass mein Leben ihm gehört?


Anwendung: Lass die Ewigkeit dich motivieren, nahe bei Jesus zu leben und das Evangelium weiterzugeben, solange noch Zeit ist.



5. Das fünfte Siegel – Der Ruf der Märtyrer


Offenbarung 6,9–11


Johannes sieht unter dem Altar die Seelen derer, die wegen des Wortes Gottes getötet wurden.


Diese Gläubigen gaben ihr Leben aufgrund ihrer Treue zu Christus.


Sie rufen:


„Wie lange wird es noch dauern, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, bis du die Bewohner der Erde richtest und unser Blut an ihnen rächst?“


Bevor sie ihre Frage stellen, erkennen sie Gottes Heiligkeit und Wahrheit an.


Gott nimmt aufrichtige Fragen treuer Gläubiger nicht übel.


Diese Märtyrer fragen, wann Gottes gerechte Gerechtigkeit vollständig offenbar werden wird.


Sie erhalten weiße Gewänder und werden aufgefordert, noch eine kurze Zeit zu warten, bis die Zahl der Märtyrer vollendet ist.


Dies erinnert uns daran, dass Christen weltweit noch immer Verfolgung erleiden.


In Teilen Nigerias, des Nahen Ostens, Asiens und vieler anderer Regionen werden Christen wegen ihres Glaubens inhaftiert, angegriffen und getötet.


Doch der Himmel hat sie nicht vergessen.


Gott sieht jedes Opfer, erinnert sich an jeden Märtyrer und sammelt jede Träne.


Frage zur Reflexion: Wie treu bin ich Christus, wenn die Nachfolge schwierig oder kostspielig wird?


Anwendung: Bete für verfolgte Christen und bitte Gott, deine Entschlossenheit zu stärken, mutig und voller Gnade für Christus einzustehen.



6. Das sechste Siegel – Erschütterungen der Schöpfung


Offenbarung 6,12–17


Das sechste Siegel offenbart dramatische Erschütterungen in der Schöpfung.


Ein großes Erdbeben geschieht.

Die Sonne wird finster.

Der Mond erscheint wie Blut.

Die Sterne fallen vom Himmel.

Der Himmel verschwindet wie eine zusammengerollte Schriftrolle.


Jesus sprach über ähnliche Zeichen in Matthäus 24,29 und Markus 13,24, und auch die Propheten kündigten solche Ereignisse an.


Christen unterscheiden sich in der Frage, ob diese Beschreibungen hauptsächlich wörtlich, symbolisch oder als Kombination aus beidem verstanden werden sollen. Unabhängig davon vermittelt die Passage eindeutig die überwältigende Realität von Gottes Eingreifen und Gericht.


Am eindrücklichsten ist die Reaktion der Menschen.


Könige, Herrscher, Befehlshaber, Reiche, Mächtige, Sklaven und Freie suchen Zuflucht.


Niemand ist ausgenommen.


Die Menschen rufen:


„Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!“


Die Welt, die Christus abgelehnt hat, erkennt plötzlich, wer er ist.


Das Kapitel endet mit der Frage:


„Wer kann bestehen?“


Offenbarung 7 gibt sofort die Antwort.


Frage zur Reflexion: Bin ich bereit, durch den Glauben an Jesus Christus vor Gott zu bestehen und nicht durch meine eigene Gerechtigkeit?


Anwendung: Prüfe dein Herz, tue Buße, wo es nötig ist, und freue dich darüber, dass die Erlösung allein in Christus zu finden ist.



7. Das versiegelte Volk Gottes


Offenbarung 7,1–8


Bevor das siebte Siegel geöffnet wird, gibt es eine Pause.


Johannes sieht vier Engel, die die Winde des Gerichts zurückhalten.


Ein weiterer Engel steigt vom Osten herauf und trägt das Siegel des lebendigen Gottes. Er befiehlt, das Gericht zurückzuhalten, bis Gottes Diener versiegelt sind.


Die Engel handeln nicht unabhängig.


Alles geschieht nach Gottes Ordnung und Autorität.


Selbst Satan kann nicht über das hinausgehen, was Gott erlaubt.


Das sollte jeden Gläubigen ermutigen.


Gott bleibt souverän.


Diejenigen, die Christus gehören, sind als sein Eigentum gekennzeichnet, und er weiß genau, wer sie sind.


Christen vertreten unterschiedliche Ansichten über die genaue Identität der 144.000 und die Bedeutung dieser Versiegelung. Doch alle treuen Auslegungen bestätigen Gottes vollkommene Kenntnis seines Volkes und seine Fähigkeit, es entsprechend seinem Willen zu bewahren.


Frage zur Reflexion: Lebe ich mit der Gewissheit, dass ich Gott gehöre und in seiner Fürsorge geborgen bin?


Anwendung: Lass deine Identität in Christus deine Entscheidungen, Prioritäten und deinen Umgang mit Prüfungen prägen. Du bist Gott bekannt.



8. Die große Schar vor dem Thron


Offenbarung 7,9–17


Dann sieht Johannes eine unzählbare Menschenmenge.


Beachte ihre Vielfalt:


  • Aus jeder Nation

  • Aus jedem Stamm

  • Aus jedem Volk

  • Aus jeder Sprache


Sie stehen vor dem Thron und vor dem Lamm.


Diese Passage erinnert mich an unsere Vision für Fortified City Church und Love City Church.


Der Himmel ist multikulturell und international.


Kein Stamm und keine Nationalität ist höher als die andere.


Wir sind ein Volk, erlöst durch einen Retter.


Darum sollten wir Gemeinden bauen, in denen Menschen jeder Herkunft sich in Christus zuhause fühlen können.


Die Menge ruft:


„Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm!“


Der ganze Himmel stimmt in die Anbetung ein.


Dann folgt die Erklärung:


Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen und ihre Gewänder im Blut des Lammes gewaschen haben.


Christen unterscheiden sich in manchen Details bezüglich Zeitpunkt und Umfang der großen Trübsal. Doch die zentrale Wahrheit ist unmissverständlich:


Alle, die vor Gottes Thron stehen, wurden durch das Erlösungswerk Jesu Christi gerettet.


Unsere Sünden werden nicht durch gute Werke, Religion oder eigene Anstrengung entfernt.


Sie werden allein durch das Blut Jesu Christi gereinigt.


Darum gilt:


  • Sie werden nicht mehr hungern.

  • Sie werden nicht mehr dürsten.

  • Die Sonne wird sie nicht mehr treffen.

  • Gott wird jede Träne abwischen.


Und das Schönste von allem:


„Denn das Lamm, das mitten vor dem Thron steht, wird sie weiden und sie zu den Quellen des lebendigen Wassers führen. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen.“

– Offenbarung 7,17 (HFA)


Das Lamm ist unser Hirte.


Der, der für uns gestorben ist, ist derselbe, der uns führt.


Pastoren mögen Gemeinden auf der Erde hüten, aber Jesus Christus ist der Oberste Hirte.


Eines Tages wird er sein Volk für immer weiden.


Keine Trauer mehr.


Keine Schmerzen mehr.


Kein Leid mehr.


Nur noch die Gegenwart Christi in Ewigkeit.


Fragen zur Reflexion:


  • Spiegelt mein Leben die Anbetung und Hingabe wider, die den Himmel kennzeichnen?

  • Helfe ich Menschen unterschiedlicher Herkunft, die Liebe und Einheit Christi zu erleben?

  • Vertraue ich vollständig auf das Blut Jesu und nicht auf meine eigenen Werke zur Erlösung?


Anwendung: Bete Jesus voller Dankbarkeit an, feiere die Einheit von Gottes Familie, teile die Hoffnung des Evangeliums und finde Trost in der Verheißung, dass Gott jede Träne abwischen wird.



Gebetsanliegen


  1. Danke Gott für seinen Schutz, seine Barmherzigkeit und seine Treue gegenüber seinem Volk.

  2. Bete für Pastor Joseph und seine Familie, dass Gott sie stärkt, schützt und bewahrt, während sie weiterhin sein Wort lehren und verkündigen.

  3. Bete, dass wir zu denen gezählt werden, die treu bleiben und von Gott versiegelt werden.

  4. Bitte den Heiligen Geist um Freimut, das Evangelium weiterzugeben und Christus mit Menschen zu teilen, die ihn noch nicht kennen.

  5. Bete für verfolgte Christen weltweit, besonders für jene, die in Regionen leiden, in denen das Evangelium auf Widerstand stößt.

  6. Bete für die sichere Freilassung entführter Kinder und verfolgter Gläubiger, besonders in Regionen mit Gewalt und Instabilität.

  7. Bete, dass die Fortified City Church, die Love City Church sowie der weltweite Leib Christi fest im Glauben stehen, stärker werden und viele Menschen für Jesus Christus gewinnen.



Shalom,


Rev. Joseph Antwi

 
 
 

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